Mittwoch, 20.11.2019 20:21 Uhr

Digitale Müllentsorgung

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 14.10.2019, 12:37 Uhr
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Wien [ENA] Müllentsorgung wird zunehmend teurer und für viele Haushalte auch ein Problem, sowohl kostenmäßig als auch logistisch. Denn schon länger spezialisieren sich "feine" private oder öffentliche Entsorgungsfirmen auf die Mülltrennung.Neben teuren Müllgebühren, muss auch immer mehr anfallender Müll selbst zu den Sammelstellen gebracht werden, die oft nur mit dem Auto errecht werden können.

Der teuren Abholung vor der Haustür, gesellen sich nun auch noch Zusatzkosten für die Mülltrennung hinzu.Und das soll auch besser kontrolliert werden. Die gute alte Restmülltonne, in der man fast alles entsorgen konnte, wofür es kein Extrasackerl gibt, ist den Entsorgungsbetrieben angeblich zu teuer und nicht mehr "klimafit" geworden. Also, haben sie sich etwas überlegt. Eingesetzt wird der sogenannte Wertstoffscanner, eine im Müllsammel-Fahrzeug integrierte Technologie, die die materielle Zusammensetzung des Abfalls analysiert. Mittels Sensoren und Multispektralkameras erkennt der Scanner zum Beispiel, ob sich Glas oder Kunststoffe im Restmüll befinden. Die Bürger*innen erhalten per SMS eine Rückmeldung über ihr Trennverhalten.

Erstmals sollen auch Mehrparteienhäuser Rückmeldungen über ihr Mülltrennen erhalten. Als Informationsquelle dient ein digitales "Schwarzes Brett", das von Magenta entwickelt wurde. Angeblich landen noch immer in der Restmülltonne rund 70 Prozent falsche Abfälle. Die EU-Kreislaufwirtschaftsziele geben vor, dass Österreich insgesamt circa 500.000 Tonnen mehr Abfälle recyclen muss. Würde man den Wertstoffscanner flächendeckend einsetzen, hätte man die Hälfte dieses Ziels schon erreicht, meint Hans Roth, Unternehmensgründer der Firma Saubermacher. Also wohin mit dem Müll, der in keine Schublade mehr passt?

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