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„Lebensmittel gehören nicht in den Müll“

Verantwortlicher Autor: Heiko Schulz Wiesbaden, 18.12.2018, 21:55 Uhr
Presse-Ressort von: Heiko Schulz Bericht 6711x gelesen
Lebensmittelverteilung
Lebensmittelverteilung  Bild: Lebensmittelrettung Wiesbaden e.V.

Wiesbaden [ENA] Über 10 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr in Deutschland auf dem Müll. Das meiste davon ist noch lange nicht verdorben und könnte bei tausenden Bedürftigen für einen vollen Magen sorgen. Das ist das Ziel des gemeinnützigen Vereins „Lebensmittelrettung Wiesbaden e.V.“.

Es gibt Gründe, die den Verkauf von Lebensmitteln verbieten oder unmöglich machen. Nicht immer sind sie verdorben, sondern durchaus noch genießbar. „Wir wollen diese Lebensmittel vor der Entsorgung retten und einem sinnvollen Zweck zuführen“, berichtet Franziska Wendrich, Vorsitzende des Vereins Lebensmittelrettung Wiesbaden e.V. „Das erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums ist kein Grund, etwas wegzuwerfen. Oft ist es noch gut.“

Der Anfang 2017 gegründete, gemeinnützige Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, noch genießbare Lebensmittel, aber auch Non-Food-Artikel an bedürftige Menschen und soziale Einrichtungen zu verteilen. Unsere Abnehmer dürfen selbst nach Geschmack und Bedarf aus unserem Angebot aussuchen.“, erklärt Wendrich. „So bekommt jeder, was er verzehren mag. Kostenlos und unbürokratisch.“

Ein Lächeln als Lohn

Die Waren erhält der Verein von Supermärkten und Bäckereien aus der Region. Vor Ort wird Genießbares von Ungenießbarem getrennt, hygienisch und sachgerecht eingepackt und transportiert. Die ehrenamtlichen Helfer verteilen sie dann an die dankbaren Abnehmer, sowie wie die Teestube der Diakonie oder das Kinderzentrum Wellritzhof. Wendrich: „Vielen Menschen ermöglichen wir regelmäßige Mahlzeiten. Ihr dankbares Lächeln zeigt uns, wie wichtig unsere Arbeit ist.“

Neben der Rettung von Lebensmitteln klärt der Verein auch über die Verschwendung von Lebensmitteln auf. „Wir werden von vielen Schulen für einen Projekttag eingeladen, um bereits dem Nachwuchs den richtigen und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln zu zeigen.“, so Wendrich. Darüber hinaus ist der Verein auch auf Lebensmittelmessen vertreten, um Aufklärungsarbeit zu leisten.

"Hygiene hat Priorität"

Doch auch bei der Lebensmittelrettung geht nichts ohne Geld. „Spenden sind natürlich jederzeit willkommen.“ Diese werden, so Wendrich, u.a. für die Anschaffung von lebensmittelgerechten Transport- und Hilfsmitteln benötigt. „Die Einhaltung der Hygienevorschriften hat oberste Priorität“, betont die Vorsitzende. Zudem sollen grundlegende Lebensmittel bedarfsgerecht zugekauft werden, um das Angebot an geretteten Lebensmitteln sinnvoll ergänzen zu können. Weitere Informationen gibt es auf der Vereinshomepage unter http://lebensmittelrettung-wiesbaden.de/

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