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Ein Stück Broadway in Mainz

Verantwortlicher Autor: Heiko Schulz Mainz, 26.09.2015, 18:56 Uhr
Presse-Ressort von: Heiko Schulz Bericht 5748x gelesen
Szenenbild
Szenenbild  Bild: Christin Marit

Mainz [ENA] Ist es ein Theaterstück mit Bildungscharakter oder ein episches Drama der Spitzenklasse? "Die Hure des Kaisers", die neueste Produktion der Showbühne Mainz, erfüllt beide Ansprüche. Mit der heutigen Premiere weht ein Hauch vom Broadway durch die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt.

Wir befinden uns im frühbyzantinischen Reich um 532 nach Christus. Die Welt ist im Umbruch, das Volk versucht, Kaiser Justinian zu stürzen. Doch der Thron ist es wert, um ihn zu kämpfen und so überzeugt ihn seine Frau Theodora, nicht zu fliehen. Der Aufstand wird von Feldherrn Belisar erfolgreich niedergeschlagen. Was nach trockener Geschichte klingt ist die Grundlage für die neueste Produktion der Showbühne Mainz.

Das Musical „Die Hure des Kaisers“ ist mit 11-köpfigen Orchester und einem Chor mit 14 Personen wohl die bisher aufwändigste Produktion des kleinen Theaters in der Großen Bleiche. Sebastian W. Wagner, Buchautor, Regisseur und Inhaber der Showbühne, ist es gelungen, einen Teil historischer Vergangenheit unterhaltsam auf die Bühne zu bringen. Dieses Stück muss sich nicht hinter bekannten Broadway-Größen verstecken.

(c) Christin Marit
(c) Christin Marit
(c) Christin Marit

Nur beiläufig wird erwähnt, wie Theodora ihren Lebensunterhalt verdient. Man kann sich am Ende darüber streiten, ob der Titel passend zum Inhalt ist. Schließlich spielt die Profession der Protagonistin in der Handlung selbst nur eine untergeordnete Rolle. Der minutenlange, tosende Beifall im vollbesetzten Saal bewies aber eines deutlich: Selten war Geschichtsunterricht so interessant und unterhaltsam.

„Die Hure des Kaisers“ beruht auf Fakten aus der Zeit des letzten gesamtrömischen Kaisers. Es singen und spielen LK von Volckamer, Sharon Isabelle Rupa (im Wechsel mit Mareike Heyen), Tanja Götemann, Klaus Krückemeyer, Patrick Twinem, Natascha Reith und Simon Hofscheuer unter der musikalischen Leitung von Gerd Greis und der Regie von Sebastian W. Wagner. Termine, Karten und weitere Infos unter www.showbuehne-mainz.de

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