Mittwoch, 13.12.2017 09:51 Uhr

Das "Fakebook" ist offline - Abschluss mit Besucherrekord

Verantwortlicher Autor: Heiko Schulz Saulheim, 13.11.2017, 04:48 Uhr
Presse-Ressort von: Heiko Schulz Bericht 4185x gelesen
Jeder kann sein was er will. Anonyme Nutzer im Fakebook.
Jeder kann sein was er will. Anonyme Nutzer im Fakebook.  Bild: Heiko Schulz / Showbühne Musicals e.V.

Saulheim [ENA] Es war ein Musical um Geld und Macht, Freundschaft und Liebe und das soziale Netzwerk "Fakebook", in dem jeder sein konnte, was er wollte. Als John Pepperwood und Ralph McDowell das Netzwerk gründeten, waren sie noch gute Freunde. Am gestrigen Samstag war die letzte Vorstellung. Mit Besucherrekord.

John und Ralph sitzen zusammen mit ihrer gemeinsamen Freundin und Muse Jennifer im Wohnzimmer und spielen Scharade. John versucht umständlich, pantomimisch einen Parkplatz dazustellen. Im Laufe des Spielens entwickelt sich die Idee: Was wäre, wenn jeder sein kann, was er will? Ganz anonym, ohne jegliche Konsequenzen? Die Idee für das soziale Netzwerk "Fakebook" ist geboren.

Die Idee kommt an. Innerhalb eines Jahres loggen sich mehr als fünf Millionen Nutzer ein, der Server platzt aus allen Nähten. Investoren überreden John zum Börsengang. Von nun an gehen die Interessen auseinander. Während John versucht, mit niedrigen Kosten und maximalen Gewinnen die Investoren bei Laune zu halten, sorgt sich Ralph um die Sicherheit der Nutzer und das ursprüngliche Versprechen der Anonymität. Es kommt immer öfter zum Streit, bis die Freundschaft letztlich zerbricht.

Eine Ähnlichkeit mit realen Internetfirmen ist im Musical "Die 7 Todsünden" kein Zufall. Schließlich war es die Entwicklung von Apple und Facebook, die Buchautor und Komponist Sebastian W. Wagner inspirierten. Zusammen mit einem engagierten Chor und Orchester brachte er eine bewegende Geschichte um Geld und Macht auf die Bühne. Am Samstag war die letzte Vorstellung vor begeisterten Zuschauern in der Sängerhalle Saulheim. Mit minutenlangem Applaus zollte das Publikum gebührenden Respekt vor der grandiosen Arbeit aller Beteiligten.

Anhand der über Internet und Vorverkaufsstellen reservierten Karten konnte der Veranstalter, der Showbühne Musicals e.V. aus Mainz, schon ein reges Interesse der Saulheimer Bürgerinnen und Bürger ahnen. Das zusätzliche Interesse an der Abendkasse sprengte jedoch alle Erwartungen: bereits 20 Minuten vor Beginn der Vorstellung waren alle Sitzplätze belegt. Mitarbeiter der Sängerhalle und des Vereins stellten spontan noch ein paar Stühle, so dass über 180 Personen die Show genießen konnten.

Nun ist das Fakebook also wieder offline. Doch nach der Show ist vor der Show. Wagner kündigte auf der anschließenden Dernierenfeier an, bereits an einer neuen Idee zu arbeiten. Man darf gespannt sein, mit welchem Projekt der Showbühne Musicals e.V. im nächsten Jahr auf die Bühne geht. Nähere Informationen zu gegebener Zeit auf www.showbuehne-musicals.de oder www.facebook.com/showbuehnemusicals

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