Mittwoch, 19.06.2019 04:49 Uhr

Vorsicht - Abzocke im Internet!

Verantwortlicher Autor: Dieter Scheppeit Deutschland, 19.03.2019, 14:36 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Internet und Technik +++ Bericht 5900x gelesen
Tägliche Gefahren warten auf jeden Internetuser
Tägliche Gefahren warten auf jeden Internetuser  Bild: Dieter Scheppeit

Deutschland [ENA] Lesezeit: 8 Min. Mein extra für diesen Bericht angefertigtes Titelbild mag im ersten Moment negativ bis übertrieben wirken, aber so ist es bei weitem nicht! Die Schadenssummen schwanken und die Dunkelziffer ist extrem hoch, denn nicht jeder betrogene Internetuser meldet den ihm entstandenen Schaden!

Deutschlandweit wird dieser für 2018 auf rund 16 Milliarden Euro beziffert, weltweit sogar auf mehr als 600 Milliarden Euro! Immer häufiger werden wir Verbraucher von diversen Medien vor den Abzockereien im Internet gewarnt. Trotz dieser Warnungen vermehren sich solche Online-Betrügereien! Was ist der Grund? Liegt es an die täglich steigende Anzahl der Internet-User? Liegt es an die täglich steigende Anzahl der Internet-Shops mit klaren betrügerischen Absichten? Oder sind es die Medien, denen es anscheinend aufgrund des harten Kampfes um Werbeeinnahmen völlig gleichgültig ist, für was und für wen sie werben?

Oberste Priorität scheint zu sein, dass sie zusätzliche Einnahmen haben, wobei es keine Rolle spielt, woher diese Gelder kommen und wie viel betrogene Kunden dabei hinterlassen werden! Frei von Verantwortung durch Veröffentlichung Dritter, wenn man sich davon distanziert. So hat das LG Hamburg mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links" entschieden. So wird allen Internetplattformen, auch den ganz großen, die wir alle tagtäglich im Internet besuchen, eine Mittäterschaft sehr leicht gemacht. Frei nach dem Motto: „Es ist nicht meine Werbung. Ich habe die Veröffentlichung zwar zugelassen, bin aber nicht für die Inhalte verantwortlich. Und ich distanziere mich ausdrücklich von solchen Beiträgen Dritter.

Aber natürlich distanziere ich mich nicht von den Einnahmen, denn am Handel verdiene ich stramm mit, denn es ist ja meine Webseite!“ Was für eine armselige Heuchelei. Diese zu viel versprechenden bis hin zu betrügerischen Werbungen machen die großen Webseitenbetreiber zwar allen Lesern u. a. durch ihren guten Ruf zugänglich, verdienen dadurch auch kräftig mit, aber Verantwortung, bzw. Haftung werden natürlich nicht übernommen! Besonders skandalös ist es in den von mir hier dargestellten Beispielen, wo die Verantwortlichen von diesen Plattformen nachweislich von diesen Betrügereien wissen, aber weiterhin Werbung betreiben!

Liebe Leser*Innen, hier wird sich auf ein Urteil von Mai 1998 berufen. Damals befanden wir uns noch in der digitalen Steinzeit! In den letzten 20 Jahren hat die Internetentwicklung jedoch Quantensprünge verzeichnen können. Kein Mensch, auch kein Richter konnte vor 20 Jahren die Entwicklung des Internets voraussehen. Keiner konnte absehen, dass heute, nur 20 Jahre später, Millionenverdienste mit den Beiträgen Dritter gemacht werden. Heute jedoch ist es bekannt und heute müssen neue Gesetze geschaffen werden. Nach meiner Auffassung ein unhaltbarer Zustand: „Der Webseiteninhaber haftet zwar nicht für die Beiträge Dritter, die auf seiner Website gepostet werden, macht aber ein Millionengeschäft damit!

Hauptsache, die Einnahmen stimmen und die Werbekasse klingelt!

Oder wird hier sogar nach einer gewissen Strategie doppelt verdient? Frei nach dem Motto: Bevor wir unsere Leserschaft vor einem Betrugsdesaster warnen, müssen wir doch erst einmal dieses Desaster mit verbreiten und kräftig daran mitverdienen, solange es möglich ist. Wenn diese Blase platzt, die Wahrheit ans Licht kommt, dann wechseln wir die Seiten und warnen vor diesen üblen Machenschaften. Und je mehr Opfer es gibt, desto höher ist später unsere Leserschaft, wenn wir dann davor warnen! Warnen vor etwas, was die Warnenden hauptsächlich selbst mit in den Umlauf gebracht haben, denn sie Füttern ihre millionenfache Leserschaft mit solchen dubiosen und oftmals betrügerischen Angeboten!

Ich werde der Sache auf den Grund gehen, sauber recherchieren und alle Leser gerne hier, auf dem ENA Portal, zu den Ergebnissen informieren. Ich versichere, dass mir alle hier, sowie in meinen weiteren Beiträgen zu meinen Berichterstattungen „Vorsicht – schamlose Online Abzocke“, genannten Fakten in beweisbarer Form als Nachweise, meist als Screenshots, vorliegen. Screenshots, weil es sich hier ausschließlich um virtuelle Werbung via Internet handelt.

Ferner darf ich Ihnen versichern, dass es spannend wird. Sie werden hier erfahren, wie große Unternehmungen hier in Deutschland kräftig mitverdienen, indem sie, wohlwissend der betrügerischen Intensionen, die alles entscheidende Darstellungsplattform für solche Werbebeiträge zur Verfügung stellen. Die jeweilige Darstellungsplattform ist „alles entscheidend“, denn ohne diese Medien gäbe es keinen Bekanntheitsgrad. Ohne Bekanntheitsgrad auch keine Interessenten, Kunden und Käufer. Zum Ende meines ersten Berichts zu diesem wichtigen Thema eine 7-Punkte-Liste, die Sie, liebe Leser*Innen bei Einhaltung ganz sicher vor negativen Erfahrunger im Online Handel schützt!

1) Vertrauen Sie grundsätzlich auf nichts, was ihnen der Produktanbieter/Verkäufer als Werbeversprechen gibt. Erst kontrollieren und dann kaufen. Ganz gleich, wie verlockend das Angebot auch ist! 2) Suchen Sie nach objektiven Kundenbewertungen außerhalb der Website des Anbieters. Hierfür gibt es im Internet diverse Suchmaschinen. Suchen Sie nach Kundenbewertungen zum Anbieter, aber auch Kundenbewertungen zum Produkt! 3) Stellen Sie unbedingt Preisrecherchen an. Oftmals finden Sie das identische Produkt zu günstigeren Preisen oder besseren Rahmenbedingungen (Versand, Service, Rückversand, Garantiezeitraum) bei anderen Anbietern!

4) So schwer es Ihnen auch erscheint, lesen Sie die AGB und vor allem die Garantie- und Rückgabebedingungen. Aus welchem Land wird geliefert? Wohin muss das Produkt bei Mängeln zurückgesendet werden? Wer übernimmt die Kosten? Betrügerische Anbieter arbeiten häufig aus China, Malaysia, Singapur. Diese Anbieter zielen darauf ab, dass die Rücksendekosten (die müssen meist vom Kunden getragen werden) derart hoch und der Arbeitsaufwand mit Zollerklärung etc. so unbequem sind, dass viele geschädigte Verbraucher diese Maßnahmen erst gar nicht durchführen! 5) Glauben Sie nicht an den meist unten Links eingeblendeten Mitteilungen „Rita S. hat vor 6 Minuten gekauft“ etc. Diese Angaben sind zu 90 % gelogen und sollen Sie nur ködern!

6) Glauben Sie bitte auch nicht den ausschließlich positiven Kundenbewertungen zum Thema Produkterfahrungen innerhalb der Verkaufsseite, auf der das Produkt angeboten wird. Hierfür gibt es bereits auch Software-Lösungen, die solche positiven Bewertungen automatisch generieren und einblenden! 7) Denken Sie aber auch bitte immer an die Eigenverantwortlichkeit. Wir alle kennen sie, die eigene Gier, dass „Ich-Will-Haben! -Syndrom“ und genau darauf verlassen sich viele Online-Shops. Und wenn Ihnen eingeblendet wird, dass in 10 Minuten der Preisnachlass von 50 % entfällt, so glauben Sie auch bitte das nicht, denn solche vermeintlichen „Super-Sahne-Sonderangebote“ werden Sie auf der Seite wohl noch in einem Monat finden!

Und wenn Sie, liebe Leser*Innen nun denken, dass es so etwas in gebündelter Form doch gar nicht gibt und dass Sie doch hier in Deutschland oder in der EU von den hochgelobten Verbraucher-Schutz-Gesetzen geschützt sind, dann werde ich Ihnen auch diese Illusion in den nächsten Folgen meiner Berichterstattung: "Vorsicht – schamlose Online Abzocke!" nehmen. In den Hauptrollen stehen Unternehmen wie FOCUS Online, GOOGLE, aber auch seriöse Bezahldienste wie PAYPAL u. a. m., die allesamt natürlich keine Verantwortung zu den Werbeinhalten übernehmen, trotzdem aber fett mit absahnen. An jedem betrogenen Kunden wird großartig mitverdient!

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