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Ungutes Gefühl wegen Gerätekamera

Verantwortlicher Autor: Kaspersky Labs / Heiko Schulz Ingolstadt / Moskau, 16.11.2015, 14:23 Uhr
Presse-Ressort von: Heiko Schulz Bericht 8424x gelesen
Man wird ungern ungewollt von der Webcam gefilmt
Man wird ungern ungewollt von der Webcam gefilmt  Bild: Kaspersky Labs

Ingolstadt / Moskau [ENA] Laut einer Studie der Kaspersky Labs fürchten 41,9 Prozent der Deutschen, dass die in Laptops, Smartphones und Tablet eingebaute Kamera zu Spionage-Zwecken missbraucht wird. Mehr als ein Viertel aller Nutzer deckt aus diesem Grund die Kamera ab. Aber es geht auch anders.

Die Zahlen sprechen für sich: 26,9 Prozent aller Deutschen decken aus Sorge vor Missbrauch und Spionage Webcams an Laptops und mobilen Geräten ab, 41,9 Prozent befürchten, dass über die eingebauten Kameras tatsächlich spioniert wird. Knapp die Hälfte aller Deutschen (44,4 Prozent) sieht die Gefahr, dass durch Schadsoftware ungewollt auf die Kamera zugegriffen werden kann. Das ergibt eine aktuelle Umfrage des Schutzsoftware-Herstellers Kaspersky Labs. Dass die Sicherheit im Internet generell keine Zauberei ist, haben wir bereits berichtet (http://bit.ly/1NWhveW). Nun schützt Kaspersky auch die Webcams.

Die Sorge der Nutzer vor Webcam-Bespitzelungen ist berechtigt. Der Focus berichtete Ende des vergangenen Jahres, dass Hacker Zugriff auf tausende private und geschäftliche Webcams erlangen und die Live-Aufnahmen im Internet veröffentlichen. „Dritte können über Webcam-Hacks vertrauliche Informationen abhören oder kompromittierende Bilder beziehungsweise Filmaufnahmen erstellen, mit denen die Opfer erpresst werden“, sagt Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. „Daher greifen viele Nutzer oftmals zum Klebeband, um die Kamera abzudecken. Allerdings gibt es heutzutage auch Software-Lösungen, mit denen man Cyberspionage über Gerätekameras vorbeugen kann.“

Dritte werden zum heimlichen Kameramann

Private Informationen und Bilder können über ein infiziertes Gerät und die dort verbaute Webcam entwendet werden. Hierfür werden meist Trojaner eingesetzt, über den Hacker Zugriff auf das gesamte System inklusive der Kamera erlangen. Erschwerend kommt hinzu, dass Smartphones, Tablets oder TV-Geräte ihren Besitzern beispielsweise per LED-Signal nicht anzeigen, wann die eingebaute Kamera aktiv ist. So können heimliche Aufnahmen im Hintergrund gemacht werden. Der Nutzer bekommt nicht mit, dass seine Webcam gehackt wurde.

Cyberkriminelle hacken Webkameras meistens, um mit den illegal erstellten Bildern digitale Identitäten und Daten zu stehlen. So können mittels Gerätekamera beispielsweise Bankunterlagen, Kreditkartendaten oder einfach nur Details des Privatlebens in den eigenen vier Wänden ausspioniert werden. Ein in der Webcam eingebautes Mikrofon kann ebenso ungewollt aktiviert werden.

Schutzmaßnahmen

Software-Lösungen wie Kaspersky Total Security – Multi-Device schützen stationäre und mobile Geräte vor bekannten und unbekannten Cybergefahren – wie Phishing, Gefahren beim Online-Banking oder Schädlingen wie Trojanern. Bei Windows-Rechnern verhindert zudem die Funktion "Webcam-Schutz", dass die Bilder der Web- beziehungsweise Gerätekamera abgefangen werden. Jeder Kamerazugriff, auch der von legitimen Anwendungen, muss explizit durch den Anwender freigegeben werden. Natürlich ist auch der Anwender gefordert. Bei der Installation von Apps sollte man sich die angeforderten Berechtigungen einmal genau ansehen, bevor man die App installiert. Oft haben vergleichbare Apps anderer Anbieter bei weniger Zugriffsrechten die gleiche Funktion.

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