Samstag, 23.02.2019 04:02 Uhr

Künstliche Intelligenz (KI) in der Landwirtschaft?

Verantwortlicher Autor: Julia Barthold Universität Hohenheim, Stuttgart, 23.01.2019, 13:57 Uhr
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Künstliche Intelligenz & Agrartechnik: Uni Hohenheim erhält neue Juniorprofessur
Künstliche Intelligenz & Agrartechnik: Uni Hohenheim erhält neue Juniorprofessur  Bild: Julia Barthold

Universität Hohenheim, Stuttgart [ENA] Das Land BW richtet 10 neue Professuren im Förderprogramm KI BW ein. Die Uni Hohenheim erhält eine neue Juniorprofessur in der Agrartechnik mit dem Schwerpunkt zur Künstlichen Intelligenz. Sie stärkt damit ihre Forschung zur digitalen Transformation.

Künstliche Intelligenz in der Agrartechnik – diese neue Juniorprofessur wird künftig an der Universität Hohenheim in Stuttgart die Forschung zur Digitalisierung vorantreiben. Hohenheim ist damit eine von sieben Universitäten im Land, die den Zuschlag für eine der insgesamt zehn neuen Professuren im Förderprogramm „Künstliche Intelligenz Baden-Württemberg“ erhält. Sie ist ein Baustein zur Strategie der Universität Hohenheim, mit der sie den bisherigen Schwerpunkt „Bioökonomie“ um den Aspekt der „digitalen Transformation“ erweitert.

Hightech auf dem Hof: Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet auch im Agrarbereich viele Möglichkeiten, nachhaltiger und effizienter zu wirtschaften. Die neue Juniorprofessur „Künstliche Intelligenz in der Agrartechnik“ wird künftig an der Universität Hohenheim die Forschung zu diesem zukunftsträchtigen Thema stärken. „Die neue Juniorprofessur fügt sich exzellent in die Strategie und die Forschungslandschaft der Universität Hohenheim ein“, freut sich der Rektor, Prof. Dr. Stephan Dabbert. „Wegen der immensen Bedeutung des Themas ist es bereits in unserem Struktur- und Entwicklungsplan für den Zeitraum 2018 bis 2022 verankert. Er sieht eine Erweiterung des bisherigen Schwerpunktes Bioökonomie um den Aspekt der digitalen Transformation vor.“

Wissenschaftsministerium fördert die KI-Sparte

Sechs Millionen Euro stellt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg für insgesamt zehn Juniorprofessuren im Land im Bereich Methoden und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz zur Verfügung, die auf sechs Jahre ausgelegt sind. Das Land stellt außerdem für die ersten vier Jahre eine Ausstattung in Höhe von 150.000 Euro pro Jahr zur Verfügung, im fünften und sechsten Jahr trägt die Universität 300.000 Euro bei.

„Wir bündeln die Kräfte, um Baden-Württemberg zu einem noch stärkeren KI-Forschungsstandort zu machen. Mit den neuen Professuren bauen wir Kompetenz im ganzen Land auf. Ob Datenauswertung, Autonomes Fahren oder Smart Home, Industrie 4.0 oder Wissenschaft – Methoden der Künstlichen Intelligenz zu entwickeln und ihre Anwendungsmöglichkeiten zu erforschen, ist von größter Bedeutung für unsere Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Digitalisierung betrifft alle Bereiche der Uni Hohenheim

Auch in den Agrarwissenschaften kommt der Digitalisierung eine stetig wachsende Bedeutung zu. Zwei weitere neue Professuren sind an der Universität Hohenheim bereits in diesem Bereich vorgesehen: Die Professur für „Bioinformatik“, finanziert aus dem Ausbauprogramm Master 2016 des Landes, und die Professur für „Agrarinformatik“ aus dem Tenure-Track-Programm des Bundes.

Die Juniorprofessur „Künstliche Intelligenz in der Agrartechnik“ ergänzt diese beiden Professuren hervorragend. Sie soll in dem neuen, sich gerade im Aufbau befindlichen Computational Science Lab (CSL) der Universität Hohenheim angesiedelt werden, was auch eine Vernetzung mit Arbeitsgruppen aus den Fakultäten Naturwissenschaften und Wirtschafts- und Sozialwissenschaften erlaubt.

Stützen wird die neue Professur zudem unter anderem die regionale Forschungsallianz „Ertragsstabilität in dynamischen Umwelten“ mit der Universität Tübingen und dem Max-Planck Institut für Entwicklungsbiologie Tübingen. Auch das internationale Graduiertenkolleg (IRTG) mit der China Agricultural University (CAU) Peking, im Bereich „Anpassung von Mais-basierten Lebensmittel-, Futtermittel- und Energieproduktionssystemen an limitierte Phosphorressourcen“, sowie das Projekt „LaNdwirtschaft 4.0 Ohne chemisch-synthetischen PflanzenSchutz“ (NOcsPS), im Rahmen der Bundes-Initiative „Agrarsysteme der Zukunft“, werden gestärkt.

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